Mein erstes Casting

Die Freude kommt, wenn du es einfach tust!
14. Juli 2016

Mein erstes Casting

Mein Ziel ist es, dir mit diesem Blog-Artikel meine Erfahrungen von meinem ersten Schauspiel-Casting weiter zu geben.
Ich bin absolut noch kein Profi, wenn es um Castings geht. Trotzdem habe ich bei meinem ersten Casting einige Erfahrungen gesammelt und diese teile ich gerne mit dir.

Als ich mich Anfang April für das Schauspiel-Casting in München angemeldet habe, hatte ich absolut keine Ahnung was mich erwartet.
Aus diesem Grund habe ich mich kurzerhand entschieden, bei der Schauspielschule anzurufen und alle meine Fragen zu klären.

  • Was erwartet mich am Casting?
  • Was sind die Kriterien?
  • Auf was achten sie am meisten?
  • Was wird von mir verlangt?
  • Wie viele Teilnehmer hat es?

Die Aufgabe war es, eine maximal 5 Min-Szene aus einem Film vorzubereiten und dann vor der Jury zu performen.
Ich habe eine Szene aus meinem Lieblings-Film „Inception“ ausgewählt. (Die Original-Szene findet ihr unter diesem Link: https://youtu.be/iC50k9OMpxw (aufgepasst, nicht die beste Qualität))

Da alle meine Fragen nach dem Telefonat mir der Schule geklärt waren, konnte ich mich perfekt auf das Casting vorbereiten. Zum Glück hat mich Ladina von Frisching dabei sehr unterstützt.
Auf diesem Weg nochmals ein riesen Dankeschön für deine Tipps und Tricks!

Spulen wir vor zum 05.06.2016: Casting-Tag
Ich war viel zu früh vor Ort in München. Eigentlich nicht gerade die beste Vorbereitung. Mehr als 3 Stunden hatte ich Zeit, mir den Kopf über das Casting zu zerbrechen.
Gegen die Nervosität ging ich spazieren, etwas essen, las ein Buch und hörte viel Musik. Zum Glück ging ich erst ganz kurz vor meinem Auftritt an die Location zurück, so hielt sich meine Nervosität in Grenzen.

Als ich den Raum betrat und die Jury vor mir sah, war ich extrem nervös.
Meine vorbereitete Szene verlief komplett anders als geplant.
Für den Part von meiner „Frau Mal“ bekam ich einen männlichen Mitspieler aus der Jury. Jetzt war zum ersten Mal meine Vorstellungskraft gefragt – mir stand ein Mann gegenüber, den ich als meine Frau sehen musste. Als Profi spielte er die Szene komplett anders, als ich es eingeübt hatte.
Die Pausen zwischen den Sätzen waren extrem kurz und so bin ich schon nach der ersten Passage aus dem Text „geflogen“.

Aber jetzt kommt aus meiner Sicht der wichtigste Part. Wenn du aus dem Text fliegst oder wenn etwas nicht so läuft wie geplant, mach weiter. Bleib am Ball, passe dich der Situation an! Als ich den Text vergessen hatte, improvisierte ich einfach und es funktionierte. Die Nervosität war weg und es machte mir richtig viel Spass. 

Nach meiner eingeübten Szene kam die Improvisation. Ich musste die gleiche Szene lustig und lächerlich spielen. Danach das ganze noch in Schweizerdeutsch und zum Schluss eine wütende Situation erfinden. Zum Schluss konnte ich mich in ein paar Sätzen persönlich vorstellen und dann war schon die nächste Person an der Reihe.

Aus meiner Sicht ist es am wichtigsten, dass du zu jeder Zeit an dich glaubst und positiv bleibst. Besser gesagt, es ist entscheidend! Wenn du von Beginn weg an dich glaubst, strahlst du dieses Selbstvertrauen der Jury gegenüber aus. Egal was während und nach dem Casting passiert – bleibe positiv!

Wenn ich es beim ersten Mal ohne Erfahrungen an meine Traumschule geschafft habe, dann kannst du das auch!

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