Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du..

"Mahatma Gandhi"

Die ersten Zeichen


Alles hat angefangen, als ich in der Schule zum ersten Mal in einem kleinen Theater die Hauptrolle übernehmen durfte. Ich erinnere mich noch ganz genau wie es sich angefühlt hat, auf der Bühne zu stehen und dem Publikum ein Stück vorzuspielen. Es hat so viel Spass gemacht. In der gleichen Zeit hatten wir in unserer Klasse eine Aufgabe. Jeder Schüler durfte sich ein Projekt ausdenken und es dann als Arbeit abgeben. Die Idee von mir und ein paar Freunden war es, einen eigenen Film zu drehen. Wir machten uns an die Arbeit und erst heute erkenne ich, was dann geschah. Mir schwebten 100 Ideen im Kopf rum, wie wir die Szenen spielen könnten. Ich wollte diesen Film unbedingt umsetzen und habe all meine Energie in dieses Projekt gesteckt. Ich war richtig in meinem Element. Ich spüre heute noch die Freude, die ich damals hatte, vor der Kamera zu spielen.

Tennis, meine Leidenschaft



Damals hatte ich jedoch meinen ganzen Fokus auf dem Tennissport. Ich bin in einer sehr sportlichen Familie aufgewachsen. Mein Ziel war es als kleiner Junge, Tennis Profi zu werden. Bald stand ich schon täglich auf dem Tennisplatz. Ich trainierte viel und schaffte auch die Aufnahmen an lokale Sportschulen. Tennis hat mein Leben von A-Z geprägt. Ich bin nicht nur durch den Tennissport immer persönlich gewachsen, sondern ich habe im Tennissport auch meine wichtigsten Freunde und Menschen kennengelernt.

Der Beruf und damit die Herausforderungen


Bald kam natürlich die Frage, was will ich in Zukunft beruflich machen. Ich wusste es schlicht und einfach nicht. Ich denke, viele junge Leute wissen das nicht. Also habe ich etwas Passendes für mich gewählt und zwar die Sportausbildung zum Kaufmann. Während der Ausbildung habe ich aber schnell gemerkt, dass das einfach nicht zu mir passt. Im Februar 2015 habe ich mich entschieden, meinen Weg als selbständiger Unternehmer in der Sport- und Fitnessbranche in Angriff zu nehmen. Ich dachte, diese neue Aufgabe passt genau zu mir. Doch mit dieser Entscheidung kam die herausforderndste Zeit auf mich zu. Alles war komplett neu für mich. Wie kreiere ich mir meine eigene Struktur? Werde ich akzeptiert als junger Unternehmer? Jeden Tag hatte ich mit Druck und Unverständnis von innen und aussen zu kämpfen. Ich ging einen anderen Weg als die Masse. Ich machte mein eigenes Ding. Es war eine sehr schwierige Zeit. Doch wie sagt man so schön? Wer einmal mehr aufsteht, kommt irgendwann auch ans Ziel? Das Wichtigste für mich war, egal was andere sagten, ich gehe einfach weiter. Denn jede grosse Persönlichkeit hatte anfangs mit sehr viel Widerstand umzugehen. Also nahm ich meinen Mut jeden Tag neu zusammen und ging weiter – zum Glück.
Es hat genau diesen Weg und diese Herausforderungen gebraucht, um persönlich zu wachsen und vieles zu lernen. Genau dieser Weg und diese Herausforderungen führten mich schlussendlich zu meinem Kindheitstraum.
Merke dir eins, wenn du deinem Traum und deiner Freude folgst, wird es immer Menschen geben, die dir Steine in den Weg legen wollen. Habe den Mut, an dich zu glauben und gehe weiter.

Der Traum vom Schauspieler kommt zurück zu mir


Ich habe einmal ein spannendes Zitat von Prince Ea gehört. Er sagte: «Einen Traum sucht man sich nicht selber aus, der Traum sucht sich dich aus» In den letzten Jahren erinnerte ich mich oft zurück, wie es sich anfühlt auf der Bühne zu stehen und ein Stück zu performen. Ich spürte die Freude, wenn ich vor der Kamera stand und wenn ich eigene Videos zusammenschnitt. Das Gefühl, am Set als Schauspieler eine Rolle zu verkörpern und ein Film zu kreieren ist grossartig.
Ich habe mich aber nie getraut.
« Das ist für alle anderen aber nicht für mich. Kann ich das wirklich? Was denkt mein Umfeld? » Zum Glück hat mich mein Coach, Gabriela Bortis, ermutigt, diesen Weg einzuschlagen. In nur 2 Monaten habe ich gleich den Sprung an meine Traum-Schauspielschule geschafft. Ich konnte mich durch eine Vielzahl von Bewerbern durchsetzen und einen Platz in der kleinen Klasse sichern. Der Moment wo ich realisierte, dass ich wirklich meinem Traum vom Schauspieler folge, war unbeschreiblich.

Eins wurde mir klar. Ich kann entweder etwas nachrennen, was ich nicht bin. Einen Beruf ausüben, wo es anstrengend ist vorwärts zu kommen, weil er einfach nicht zu 100% zu mir passt. Oder ich folge meinem inneren Traum und es läuft einfach wie geplant.

Was würdest du tun?